Mantel-Guide 2017/18

Was können die Trendstoffe?

Hilfe naht: Wir haben für euch die trendigen Mäntel unter die Lupe genommen. Herausgefunden haben wir, dass die Trends kaum warm halten. Mal wieder fragen wir uns: Wieso ist Schön eigentlich nie warm? 

Der Plüschmantel

Das plüschige Monster ist definitiv nicht jedermanns Sache. Gewöhnen muss man sich vor allem an Menschen, die einen ständig anfassen und sagen: „Oh mein Gott, soooo flauschig.“ Ja, stimmt. Das ist der Teddymantel wirklich.

Es gibt ihn aus Polyester, aus Baumwolle oder im Material-Mix. Wenn du sehr, sehr schnell und sehr, sehr viel frierst, solltest du jedoch Abstand nehmen vom Plüschmantel. Die meisten Modelle schließen nämlich mit nur einem oder zwei Knöpfen, sodass Wind und Kälte von allen Seiten reinkriechen.

Du findest die Mäntel in allen erdenklichen Farben und sogar in Leoparden-Optik.

Aber Finger weg von Zartrosa und Grau; sie rufen ungewollte Pyjama-Assoziationen hervor. 

Die Pflege ist einfach: Sowohl die Polyester- als auch die Baumwollvariante sind in der Maschine bei mindestens 30 Grad waschbar.

Fazit: Schön, aber leider nicht warm. Für Frostbeulen ist der Plüschmantel als Outdoor-Jacke nicht zu empfehlen.

Der Samtmantel

Mit Samthandschuhen anfassen? Jetzt wissen wir, woher die Redensart kommt. Samt will nämlich nur mit Handschuhen angefasst werden: im Feinwaschgang waschen, nicht trocknen, nicht falten und eigentlich sowieso am besten nur in die Reinigung.

Das Material nennt sich Baumwoll-Samt. Eine bestimmte Technik, den Faden aufzuschneiden, gibt dem Baumwollstoff seinen weichen Touch. In diesem Herbst / Winter begegnen wir ihm nicht nur im Form eines Mantels, sondern auch in Form von Schuhen, Taschen, Kleidern oder Jacken.

Wir freuen uns über Farben wie Bordeaux, Nachtblau, Smaragdgrün oder Senfgelb. Samt wirkt sehr edel. Um ihn auch im Alltag tragen zu können, kombinierst du ihn am besten mit anderen Materialien.

Samt und Jeans ist zum Beispiel ein schöner Stilbruch.

Fazit: In der richtigen Kombination ist Samt ein Every-Day-Stoff. Da es sich um Baumwolle handelt, spendet er tatsächlich auch ein bisschen Wärme. Als Outdoor-Mantel ist er an kalten Tagen leider nicht zu gebrauchen. 

Der Wollmantel

Man möchte ja meinen, Schafe seien nicht die intelligentesten Tiere. Aber eins machen sie richtig: Sie hüllen sich bei Wind, bei Regen, bei Kälte und Wärme in Wolle. Das können wir auch! Wolle ist atmungsaktiv und reguliert die Temperatur. Sie wirkt also selbst bei steigenden Temperaturen kühlend. Zudem ist Wolle nachhaltig und leicht recycelbar, womit sie besser ist als die Kunstfasern.

Dem Wollmantel begegnen wir in diesem Herbst / Winter im Karo-Look oder in Farben wie Rosé, Grau und Camel. 

Leichte Flecken lassen sich mit Wasser und einem saugfähigen Tuch abtupfen (bitte nicht rubbeln). Ansonsten gehören Wollmäntel in die Reinigung. Sollten sich mal Falten in deinen Mantel schleichen, hänge ihn einfach auf. Der Stoff glättet sich von alleine. 

Fazit: Wolle ist schön und warm. Allerdings gilt auch hier: Sobald es draußen eisig wird, ziehst du am besten noch etwas drüber, was wind- und wasserdicht ist. Achte beim Kauf darauf, dass der Mantel auch wirklich zu 100 Prozent aus Wolle besteht, bzw. nur wenig andere Materialien verwendet wurden.

Der Daunenmantel

Daunen sind das Wärmste, was der Markt momentan zu bieten hat. Daunenmäntel findest du in verschiedenen Schnitten, Längen, Farben, mit und ohne Fellkragen. Voll im Trend liegst du mit einem Daunenmantel in Rot.

Du solltest wissen, dass Daunenmäntel nicht wasserabweisend sind. Wenn du also mal einen Schauer abkriegst, werden die Daunen nass und müssen im Trockner durchgepustet und wieder aufgebauscht werden. Sollte der Mantel nicht ganz trocknen, können die Federn schimmeln. Dasselbe gilt, wenn sie nass aus der Waschmaschine kommen.

Beim Trocknen gilt: nicht zu heiß trocknen (max. 30°C). Zaubertrick: Gib ein paar (saubere!) Tennisbälle mit in die Trommel. Die plustern die Daunen wieder richtig schön auf. Nach einer Stunde im Trockner herausnehmen, auskühlen lassen und dabei kräftig durch- und aufschütteln. Das Ganze mehrmals wiederholen. Da Restfeuchtigkeit in den Daunen einen fiesen Geruch entwickelt, lautet die Devise: lieber einmal zu oft in den Trockner, als einmal zu wenig.

Fazit: Daune hält wunderbar warm. Die Mäntel sind optisch gewöhnungsbedürftig, weil sie sehr voluminös sind. Wenn du auf dünne, figurbetonte Mäntel stehst, könnte das die falsche Wahl sein. Versuche es dann lieber mit einer Daunenweste, die du unter deinen Lieblingsmantel ziehst. Achte beim Kauf darauf, dass die Daunen nachhaltig hergestellt wurden. Am wenigsten Aufwand hast du mit der Daune, wenn du sie zum Reinigen in professionelle Hände gibst. 

Der Mantel aus Primaloft

Primaloft ist die künstliche Daunenfeder. Das Material ist leicht und atmungsaktiv. Trotz geringem Packmaß und Gewicht hat Primaloft eine besonders hohe Isolation. Außerdem leitet die synthetische Faser Feuchtigkeit ab und isoliert auch im nassen Zustand uneingeschränkt.

Primaloft kann ohne Bedenken bei bis zu 40 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. Verzichte dabei aber auf Weichspüler und Bleiche. Beide zerstören die empfindliche Struktur des Gewebes, wodurch die wärmende Eigenschaft beschädigt wird. 

Bei mäßiger Temperatur kann der Mantel in den Trockner gegeben werden. In keinem Fall dürfen Primaloft-Produkte chemisch gereinigt oder gar gebügelt werden. 

Fazit: Wer in regenreichen Gegenden wohnt, wie wir von Coral in Hamburg, sollte eher zu Primaloft greifen. Es kommt fast an die Wärmeleistung von Daune heran und ist dabei sehr leicht zu pflegen.